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Gremium 2
16.10.2015

Die Welt als Zuhause
Förderentscheidungen Gremium 2

Gremium 2, zuständig für Projekte mit Herstellungskosten bis zu 800.000 Euro, vergab am 14. Oktober 2015 Fördergelder in Höhe von 415.000 Euro an 18 Projekte.

Produktionsförderung für das Kino erhalten folgende Dokumentar- und Kurzfilmprojekte:

Dario Aguirre will Deutsch werden (65.000 Euro, Büchner Filmproduktion, Köln). Seit 15 Jahren lebt er schon in diesem Land, nun darf er plötzlich eine neue Staatsangehörigkeit annehmen. Aber ist er soweit? Und ist Deutschland soweit? Aguirres Dokumentarfilm ist eine Suche nach Orientierung in einer sich aus vielen Kulturen zusammensetzenden Gesellschaft, ein Film über das Leben in der Fremde.

Deutsch für Anfänger (55.000 Euro, Pier 53 Filmproduktion, Hamburg) erzählt das Thema Integration am Beispiel einer Grundschule in Hamburg-Othmarschen. Ein Jahr lang begleitet die mehrfach ausgezeichnete Autorenfilmerin Pia Lenz mit ihrer Kamera Flüchtlingskinder, die dort neu zur Schule kommen. Hinter dem Projekt stehen die Produzenten von Willkommen auf Deutsch.

Eine Gruppe Stuttgarter Tüftler gründet 1975 die OTRAG (Orbital Transport und Raketen Aktiengesellschaft) und richtet eine eigene Raketenstadt Mitten im Dschungel von Kongo ein. Doch als sie erfolgreich mehrere Raketen in den Himmel schießen, kommt es zur weltpolitischen Krise. Denn deutsche Raketen werden auch 30 Jahre nach Kriegsende nicht gerne gesehen. Der Dokumentarfilm Fly, Rocket, Fly! von Oliver Schwehm (Lunabeach TV und Media, Hamburg) wird mit 30.000 Euro gefördert.

Nicoles Cage (30.000 Euro, Skalar Film, Hamburg) ist die groteske Geschichte von Nicole und Jakob, die ihre erste gemeinsame Wohnung in einem gigantischen Riesenrad beziehen. Doch schon bevor sie alle Umzugskartons auspacken konnten, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt: Nicole möchte sich von Jakob in einen Käfig sperren lassen. Inszeniert wird der Kurzfilm von Josef Brandl.  

Ralf Pleger erzählt mit dem Biopic Rosen für Lady Florence (30.000 Euro, 3B-Produktion, Hamburg) die unglaubliche Geschichte der selbsternannten Operndiva Florence Foster Jenkins, die als schlechteste Sängerin aller Zeiten gilt. In ihre Rolle schlüpft dabei ausgerechnet eine der besten Sängerinnen der Welt: Opernstar Joyce DiDonato. Gespickt mit Seitenhieben gegen Heuchlertum und Establishment taucht der Film in Florence Foster Jenkins’ skurrilen Kosmos ein und schildert das bewegende Abenteuer einer rebellischen Exzentrikerin.

Floating Point Units – Mechanik der Träume (25.000 Euro, Nordholt & Steingrobe, Hamburg) erforscht Aspekte der Geschichte und Rezeption des Träumens als Bewusstseinsphänomen. In Hanna Nordholts und Fritz Steingrobes kurzem Animationsfilm wird die Erfindung einer fiktiven technischen Apparatur zur Sichtbarmachung von Traumbildern in einem Selbstversuch getestet.

Fast 80 Jahre trennen Rosa und Molly, doch verbindet sie die große Liebe zur Eiscreme. Kann man sich vorstellen, dass etwas so Wundervolles hier einmal völlig unbekannt war? Rosa kann und erinnert sich an ihre ersten Sommer der Eisliebe. Gelato (25.000 Euro, Daniela Opp, Hamburg) von Daniela Opp und Kai Rönnau ist ein bewegtes Stück deutscher Migrationsgeschichte aus einer sehr persönlichen Perspektive.

In A La Dérive (20.000 Euro, Fabian & Fred, Hamburg) erleben wir die Depression eines Mannes durch die Augen seines Sohnes. Der animierte Kurzfilm des Produzententeams von Daewit wird inszeniert von Clément Delmas.

Es wirtschaftet schlecht, es wächst nicht und die Busse fahren nur einmal am Tag. Trotzdem ist das Land für Stadtmenschen ein Sehnsuchtsort. Als Fremde mitten im Zentrum ist auch Lola Randl auf dem Dorf gestrandet und nimmt den Zuschauer mit in die Welt der Dörfler. Der große Garten (Detailfilm, Hamburg) wird mit 20.000 Euro unterstützt.

Nicolas Chibacs Projekt Nicht gewollt (18.000 Euro, Spice VR, Hamburg) ist ein Kurzfilm mit zusätzlicher 360° Version sowie einer Begleitdokumentation über zwei Bukinabés, die auf der Flucht nach Europa getrennt werden und in Hamburg kurz vor der Abschiebung wieder aufeinander treffen. 

Nona (15.000 Euro, Steffen Hildebrandt, Hamburg) besitzt seit den grausigen Ereignissen ihrer Kindheit verschiedene Persönlichkeiten, die ihren Alltag beherrschen. Eine radikale Behandlungsmethode verspricht Heilung, doch die zuständige Ärztin hat nur wenig Zeit, um Nona wieder ins Leben zu holen.

Produktionsförderung TV in Höhe von 30.000 Euro erhält die Dokumentation Global Family von Andreas Köhler (Made in Germany Filmproduktion, Köln). Aufgrund eines brutalen Bürgerkrieges lebt eine somalische Familie auf der ganzen Welt verteilt. Shash, der Kopf der Familie, will, dass sie eines Tages wieder vereint zusammen leben und ist bereit, dafür einen ungewöhnlichen Weg zu gehen.

Förderung zur Projektentwicklung erhalten zwei Kinoproduktionen: In Zivildienst, einem Drama von Eibe Maleen Krebs (15.000 Euro, Junafilm, Hamburg), überschreitet der Zivildienstleistende Christoph eine moralische Grenze und wird vom Helfer zum Täter. Der Dokumentarfilm Die Peter-Mädchen (10.000 Euro, Dirk Manthey Filmproduktion, Hamburg) erzählt die Geschichte eines achtzigjährigen, reichen Juden aus New York, der am 11. September 2001 von zweihundert deutschen Mädchen einen besorgten Anruf bekommt.

Drehbuchförderung in Höhe von 14.000 Euro erhalten der Hamburger Nachwuchsautor Florian Wentsch zusammen mit den Nachwuchsproduzenten Jens-Florian Groß und Veronica Priefer für ihren Fantasystoff The Solar Empire – Aufzug ins All, in dem die siebzehnjährige Julie auf eine uralte Kraft stößt, die ihr fast unbegrenzte Macht über ihre Mitschüler gibt. 

Mit Verleih- und Vertriebsförderung wurde Andreas Sieges Spielfilm Beti und Amare (5.000 Euro, Aries Images, Hamburg) gefördert.

Kinoförderung erhalten das B-Movie e.V. für das Programm Reise nach Georgien (4.000 Euro) und die Kinemathek Hamburg e.V. für Kühne Pioniere des Kinos, eine Werkschau des bengalischen Regisseurs Satyjit Ray (4.000 Euro).

 

Die Förderentscheidungen haben getroffen: Barbara Denz, Eva Hubert, Katrin Klamroth, Joachim Kühn, Hansjürgen Rosenbauer und Arne Sommer.

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