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27.10.2017

Von Gendernauten und G20-Aktionen
Förderentscheidung Gremium 2

Projekte über Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit standen im Mittelpunkt der aktuellen Förderrunde. Am 18. Oktober 2017 hat das Gremium 2 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein rund 550.000 Euro an insgesamt 23 Projekte vergeben, darunter eine Dokumentation über die G20-Tage in Hamburg und die Wiederkehr eines queeren Filmklassikers.

20 Jahre nach ihrer Dokumentation Gendernauts kehrt die Filmemacherin Monika Treut in Gendernauts Revisited (70.000 Euro, Hyena Films, Hamburg) nach San Francisco zurück, um die transsexuellen Protagonisten ihres Filmklassikers wiederzutreffen. Damals waren sie die "jungen Pioniere" der Trans-Bewegung in einer Stadt, die als Mekka der Außenseiter galt. Heute sind sie zwischen 50 und 80 Jahren alt und leben im Amerika der Trump-Ära. Wie hat sich ihr Leben seitdem verändert? Treut prägt seit den 1980er Jahren das feministische und lesbische Kino und hat für ihr Lebenswerk auf der Berlinale 2017 den Special TEDDY Award erhalten.

Beim G20-Gipfel in Hamburg gingen die Bilder der Gewaltexzesse, Plünderungen und Brandstiftungen um die Welt. Die bunten Protest-Performances auf den Straßen wie etwa die Aktion "1.000 Gestalten", bei der Künstler mit lehmgeschminkten Gesichtern durch die Straßen liefen, wurden schnell von der eskalierenden Gewalt überschattet. Rasmus Gerlach sammelt mit seinem Filmprojekt Performing G20 (45.000 Euro, KINOKI, Hamburg) die eindrücklichsten Momente der Kunstaktionen, spricht mit Beteiligten und Betroffenen und entwirft so ein komplexes Bild der Gipfel-Tage.

Zu den geförderten Stoffen des Deutsch-Türkischen Co-Production Development Fonds zählt das Drama When I'm Done Dying von Nisan Dağ (20.000 Euro, Red Balloon, Hamburg). Im Film geht es um den jungen, talentierten Rapper Fehmi, der die Chance erhält, aus Istanbuls Slums auszureißen. Doch seine Sucht nach der tödlichen Droge "Bonzai" gefährdet alles.

Insgesamt erhalten sechs Dokumentarfilmprojekte, ein Spielfilm und ein Animationskurzfilm Produktionsförderung. Eine Förderzusage gab es auch für die Hamburger Animationsfilmkünstlerin Mariola Brillowska. Ihr autobiografischer Film Hausverbot, der in Hamburg und Danzig spielt, wird mit 15.000 Euro in der Projektentwicklung unterstützt, genauso wie fünf weitere Filmvorhaben mit einer Gesamthöhe von 75.000 Euro. Dazu zählen unter anderem der Pre-Crime-Nachfolger Gig Economy von Monika Hielscher und Matthias Heeder (20.000 Euro, Kloos & Co Nord, Hamburg) und die Langzeitdokumentation Helene Geht von Pia Lenz (20.000 Euro, Pier 53, Hamburg) über Liebe und Abschiednehmen. Die ehemalige HfbK-Professorin Lene Markusen bekommt für die Drehbuchförderung ihres Dramas Romy und Julia 15.000 Euro. Vier weitere Projekte erhalten Verleihförderung.

Kinoförderung in Höhe von rund 10.000 Euro bekommen zwei Hamburger Filmtheater: Das B-Movie erhält eine Finanzspritze für das 2. Hamburger Film-In (3.000 Euro) und seine Kidlat Tahimik Retrospektive (3.500 Euro). Weitere Mittel erhält das Metropolis Kino für die Filmreihe Kühne Pioniere des Kinos - Ridwik Ghatak (5.000 Euro). Eine detaillierte Übersicht aller geförderten Filmprojekte ist auf unserer Webseite abrufbar.

Die Förderentscheidungen haben getroffen: Timo Großpietsch, Katrin Klamroth, Maria Köpf, Joachim Kühn, Arne Sommer, Andres Veiel. Das Gremium 2 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) ist zuständig für Projekte mit Herstellungskosten bis zu 800.000 Euro.

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