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22.11.2017

Peterchens Deutschstunde
Förderentscheidungen Gremium 1

Das Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein hat in seiner letzten Sitzung des Jahres rund 3,5 Millionen Euro an insgesamt 23 Projekte vergeben. Dazu zählen die Verfilmung des Märchen-Klassikers "Peterchens Mondfahrt", eine Neuauflage von Siegfried Lenz Roman "Deutschstunde" und die Aufklärungs-Komödie "Get Lucky".

 

Peterchen und seine kleine Schwester Anneliese finden sich auf einer abenteuerlichen Reise zum Mond wieder. Gemeinsam mit dem sprechenden Maikäfer Sumsemann und dem schrulligen Sandmann müssen sie in dem animierten Märchen Peterchens Mondfahrt (700.000 Euro, brave new work, Hamburg) über sich selbst hinauswachsen. Regie führt Ali Samadi Ahadi, der beim gefeierten Animationsfilm Teheran Tabu als Produzent tätig war. Peterchens Mondfahrt ist eine moderne Variante des Klassikers von Gerdt von Bassewitz.

Im Jahr 1968 kam der Siegfried Lenz-Klassiker Deutschstunde zum ersten Mal in die Buchläden. Pünktlich zum 50. Jubiläum setzt sich Regisseur Christian Schwochow nun erneut mit der Geschichte rund um Siggi Jepsen auseinander. Dessen Vater ist Dorfpolizist, der ein Malverbot durchsetzen muss, das die Nationalsozialisten gegen den Maler Nansen ausgesprochen haben. Widerstand, innere Emigration oder Gehorsam – Siggi muss seinen Weg finden in einer Zeit, in der Erwachsenwerden unmöglich scheint. Produziert wird der Film von Network Movie (500.000 Euro, Hamburg), als Schauspieler sind Tobias Moretti und Ulrich Noethen bestätigt und ein Großteil der Dreharbeiten findet auf der Nordseeinsel Sylt statt.

Das Drehbuch zu Get Lucky wurde unter Beratung der Hamburger Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning entwickelt, aus deren Feder auch der Sachbuch-Bestseller „Make Love – Ein Aufklärungsbuch" stammt. In der Komödie von Ziska Riemann (375.000 Euro, deutschfilm/ Rommel Film, Berlin) erleben sechs Jugendliche turbulente Urlaubstage an der Nordsee mit viel Sonne und Strand. Im Ferienhaus treffen sie ausgerechnet auf die Sexualtherapeutin Ellen. Die Teenager erleben ihre erste Liebe, den ersten Sex und was dabei so alles schief laufen kann.

Im Mystery-Thriller Schlaf von Michael Venus (350.000 Euro, Junafilm, Hamburg) macht sich die 19-Jährige Mona auf den Weg, um den rätselhaften Zustand ihrer Mutter, gespielt von Toni Erdmann-Star Sandra Hüller, zu ergründen. Zeit der Kannibalen-Regisseur Johannes Naber erzählt in Curveball (Bon Voyage Films, 350.000 Euro, Hamburg) die wahre Geschichte eines BND-Biowaffenexperten, der durch einen internen Fehler Argumente für den Irak-Krieg 2003 lieferte. Das Drama Nahschuss der Hamburger Produktionsfirma C-Films wurde mit 200.000 Euro gefördert. Regie führt das Nachwuchs-Talent Franziska Stünkel, zwei der Hauptrollen übernehmen die Schauspieler Lars Eidinger und Rosalie Thomass. Im Liebesfilm Tagundnachtgleiche von Lena Knauss (200.000 Euro, Tamtam Film, Hamburg) stirbt Alexanders große Liebe Paula. Als er ihrer Schwester Marlene näher kommt, fangen Realität und Wunschvorstellungen an zu verschwimmen.

Insgesamt haben neun Projekte Produktionsförderung in Höhe von rund 2,97 Millionen Euro erhalten. Davon gingen 1,34 Millionen Euro an fünf Projekte, die von Frauen produziert bzw. ko-produziert wurden. Von den neun Filmen mit Produktionsförderung laufen vier unter weiblicher Regie und fünf der Drehbücher wurden von Frauen verfasst.

An weitere neun Projekte gingen 230.000 Euro Drehbuchförderung. Gefördert wurden unter anderem Pferd, Pferd, Tiger, Tiger, das neue Projekt des Watu Wote-Teams rund um Katja Benrath und Julia Drache (30.000 Euro, Relevant Film, Hamburg) und Konrad Morgen der Film-Urgesteine Hark Bohm und Herman Weigel (30.000 Euro, bombero international, Hamburg). Finanzielle Unterstützung bei der Projektentwicklung erhalten mit insgesamt 33.000 Euro die Jugendbuch-Verfilmung Alea Aquarius (13.000 Euro, Red Balloon, Hamburg) und die TV-Serie Element Lost (20.000 Euro, Junafilm, Hamburg). Eine positive Förderzusage gab es für drei Projekte im Verleih und Vertrieb. Die detaillierte Übersicht aller geförderten Filmprojekte ist hier abrufbar.

Seit April diesen Jahres haben zudem sechs norddeutsche Stoffe eine Treatmentförderung erhalten. Die Autoren bekommen neben der finanziellen Unterstützung zusätzlich eine dramaturgische Erstberatung sowie ein Lektorat über das erstellte Treatment.

Die Förderentscheidungen haben am Mittwoch, 15. November 2017 getroffen: Steen Bille, Maria Köpf, Sophie Molitoris, Christian Granderath, Peter Preisser und Caroline von Senden. Das Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) ist zuständig für Projekte mit Herstellungskosten über 800.000 Euro.

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