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Filmkunst-Preis für TABU
Der Wettbewerbsfilm TABU von Miguel Gomes ist am Samstag mit dem »Alfred-Bauer-Preis« ausgezeichnet worden. Mit dem Preis in Erinnerung an den Festival-Gründer, wird ein Film gewürdigt, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet. Mit einer temperamentvollen alten Frau im heutigen Lissabon und ihrer geheimnisvollen Vergangenheit in Afrika fängt alles an: In zwei Teilen erzählt Miguel Gomes‘ Wettbewerbsbeitrag TABU von der Einsamkeit einer Frau in den letzten Tagen ihres Lebens und von ihrer Jugend voller Abenteuer und Liebe in der portugiesischen Kolonie Mozambique. »Miguel Gomes‘ wollte das Alter der Jugend gegenüber stellen. Das Resultat ist ein sehr emotionaler Schwarz-Weiß-Film«, erzählt Produzentin Maren Ade, die als sogenannte Schwarz-Weiß-Beraterin die Hamburgerin Silke Fischer gewinnen konnte. Gemeinsam mit Partnern aus Portugal, Frankreich und Brasilien hat Ades Firma Komplizen Film das Drama koproduziert. »In unseren Augen ist TABU ein einzigartiges Kinoerlebnis. Nicht zuletzt, weil sich das Drama im weiteren Sinne auch an F.W. Murnaus gleichnamigen Abenteuerfilm von 1931 anlehnt. Denn im zweiten Teil der Geschichte wird TABU zum Stummfilm, der die Erinnerung an ein lange vergangenes Kino hervor bringt«, so die Produzentin.

 

20.02.2012