Festivalleiter Ulrich Schrauth bei der diesjährigen Pressekonferenz
29.05.2020 | VRHAM! Residencies

Ein Blick in die heimischen vier Wände

Gutes noch besser machen: Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des VRHAM!-Festivals vom 4. bis 7. Juni wieder zwei Teams ihre Virtual Reality-Projekte mit der Hilfe eines Mentors bzw einer Mentorin weiterentwickeln. Dieses Mal geht es um kollektive Instinkte und häusliche Landschaften.

Am 4. Juni startet die dritte Auflage des VRHAM!-Festivals Hamburg – aufgrund der aktuellen Situation als Home Edition. Doch wenn die Besucher des Virtual Reality Festivals am 4. Juni zu Hause ihren VR-Brillen aufsetzen, sind zwei Gruppen bereits seit rund zwei Wochen in Action: Die VRHAM! Residencies. Zwei Teams, die gemeinsam mit einem/r Mentor*in an ihren Projekten arbeiten und diese am 7. Juni für rund 30 Minuten im digitalen Raum präsentieren. Was euch erwartet? Einen kleinen Ausblick geben wir hier:

Captured

Tyrann, Opfer oder unbeteiligter Zuschauer? In eine der drei Rollen schlüpft ihr mit eurem Avatar in dem VR-Projekt „Captured" von Hanna Haaslahti. Doch ihr seid mit eurem virtuellen Abbild in der Simulation nicht allein, sondern jeweils in einer Gruppe unterwegs. Die individuelle Freiheit zugunsten kollektiver Instinkte aufgegeben. Ein beunruhigendes Szenario, das aus der jüngeren Geschichte bereits hinlänglich bekannt ist. Haaslathi arbeitet gemeinsam mit den Firmen Fantomatico Oy und High Road Stories an dem Projekt, Ein virtueller Selbstversuch also, der zum Nachdenken anregen dürfte. Als Mentorin steht dem Team die niederländische Choreographin, Tänzerin und Pädagogin Anouk van Dijk zur Seite.

The smallest of worlds – A social landscape of collected privacy

Die kleinste der Welten ist unsere eigene. Unser Zuhause. In Zeiten von Corona wichtiger denn je. Diesen Hort von Geschichten und wertvollen Erinnerungen wollen Joan Soler-Adillon, Uwe Brunner und Bettina Katja Lange mit ihrem VR-Projekt „The smallest of worlds – A social landscape of collected privacy" einfangen. Und zwar im Sinne einer gemeinsamen häuslichen Landschaft. Hierfür rufen die Drei in den nächsten Tagen die Internetcommunity dazu auf, fleißig Videomaterial von zu Hause zu schicken. „Ein virtuelles Diorama, das Fragmente unseres Alltags in Zeiten sozialer Distanz und Selbstisolation darstellt", heißt es im offiziellen Pressetext. Das Dreiergespann fand übrigens im Rahmen der IMMENSIVA VR/AI Residence 2020 in Barcelona zusammen. Aktuell arbeiten sie mit Mentor Fabien Siouffi zusammen, dem Gründer der VR-Zeitung "Fabbula".

Die Residencies sind eine Zusammenarbeit des VRHAM! Festivals mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und dem North Sea Region Interreg Projekt Create Converge.

Ulrich Schrauth: Catrin-Anja Eichinger
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