28.07.2020 | 77. Internationale Filmfestspiele von Venedig

2x Orizzonte

In diesem Jahr werden zwei FFHSH-geförderte Filme bei den 77. Internationalen Filmfestspielen von Venedig vom 2. bis 12. September auf der großen Leinwand zu sehen sein: Die Tragikomödie "Gaza mon amour" von Arab und Tarzan Nasser und der Kurzfilm "Was wahrscheinlich passiert wäre, wäre ich nicht zuhause geblieben" des Hamburger Filmemachers Willy Hans.

Eine Französisch-Deutsch-Portugiesische Koproduktion hat es in diesem Jahr in die Sektion Orizzonti/Horizonte geschafft: Die Tragikomödie Gaza mon amour der beiden Zwillingsbrüder Arab und Tarzan Nasser. Der Film spielt im Gaza der heutigen Zeit und erzählt die Geschichte des Fischers Issa, der heimlich in die geschiedene Marktverkäuferin Sihamim verliebt ist. Eines Tages findet er im Meer eine Statue des Gottes Apollo, die einen erigierten Penis besitzt. Der Fund ist der Anfang vieler Scherereien. Koproduzent des Films ist die in Hamburg Ottensen ansässige Firma Riva Filmproduktion, die zuletzt mit dem Drama Sibel auf großer Festivaltour war. „Gaza mon amour" bekam im vergangenen Jahr 220.000 Euro Produktionsförderung.

Im Kurzfilmwettbewerb der Sektion Orizzonti wird in diesem Jahr der Film mit dem ausgedehnten Titel Was wahrscheinlich passiert wäre, wäre ich zuhause geblieben des Hamburger Filmemachers und HFBK-Absolventen Willy Hans zu sehen sein. Ein Kammerspiel, bei dem fünf Leute in einem fremden Wohnzimmer auf das Abendessen warten und sich dabei in eine absurden Gesprächsspirale verstricken, bei der die Selbstdarstellung das wichtigste zu sein scheint. Sein Kurzfilm „Das satanische Dickicht – Drei" lief unter anderem in Locarno und bei den Hofer Filmtagen 2017. „Was wahrscheinlich passiert wäre, wäre ich zuhause geblieben" wurde im Jahr 2019 mit 25.000 Euro gefördert.

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