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07.02.2018

Geschichten über Freiheit, Ängste und Unterwelten
Förderentscheidung Gremium 2

Insgesamt 17 Projekte hat das Gremium 2 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein in der ersten Sitzung des neuen Jahres mit rund 450.000 Euro gefördert. Mit dabei sind die Tragikomödie „Ohne Netz" über das Thema Angst, die unglaubliche Geschichte des Hamburger Motorrad-Archäologen Uwe Ehinger in „Jetzt ist später/Rusty Diamonds" sowie die bulgarische Koproduktion „Not Angry Anymore".

 

Die Hamburgerin Lilli Thalgott widmet sich in ihrer neuen Tragikomödie Ohne Netz (60.000 Euro fuenferfilm, Hamburg) dem in unserer Gesellschaft omnipräsenten Thema Angst. Einen Tag lang folgt sie einer Handvoll Menschen in mehreren Episoden. Ein Digital-Detox-Wochenende zieht dabei eine Reihe von kleineren und größeren Katastrophen nach sich und schleudert die Protagonisten in den freien Fall.

Der Frage, was einen Teenager dazu führt, seine Heimat und Familie zu verlassen und in den gefährlichsten Ecken der Welt sein Glück zu suchen, widmet sich Filmemacher Waldemar Obermann in seinem Dokumentarfilm Jetzt ist später/Rusty Diamonds (60.000 Euro, element e, Hamburg). Er erzählt darin die die atemberaubende Lebensgeschichte des Hamburgers Uwe Ehinger, dem ersten Motorrad-Archäologen der Welt und seiner Suche nach Freiheit. An zwölf von 20 Drehtagen wird in Norddeutschland gedreht.

Eine deutsch-bulgarische Koproduktion mit einem zerrissenen Helden: In Not Angry Anymore (60.000 Euro, Heimathafen, Hamburg) hat Georgi genau einen Tag lang Zeit, den toten Hund seines Vaters zum Leben zu erwecken – oder sich gegen die ganze Welt aufzulehnen. Unglücklicherweise muss er an diesem Tag eine Reihe schier unmöglicher, nicht zu vereinender Aufgaben bewältigen. Das Drama ist das Langfilmdebut von Regisseur Pavel Vesnakov.

In der Dokumentation The Hidden City (40.000 Euro, dirk manthey film, Hamburg) nimmt Regisseur Victor Moreno den Zuschauer mit hinab in die Tiefen großer Städte und lässt ihn die verborgene Welt erfahrbar machen. Das Team wird auch für vier Tage in die Hamburger Unterwelt hinabtauchen. Inspiriert durch den Kontakt mit skandinavischen Rollenbildern und die Geburt seines Sohnes, begibt sich der Hamburger Filmemacher Jonas Rothlaender in der Doku Being a Man (40.000 Euro, StickUp, Berlin) auf eine Reise durch seine Lebensmittelpunkte Finnland, Schweden und Deutschland, um der Identitätskrise des modernen Mannes auf den Grund zu gehen. In dem experimentellen Animationsfilm A Part of Something (35.000 Euro, Fabian&Fred, Hamburg) geht es Regisseurin Rebecca Blöcher um nichts Geringeres als die Suche nach unseren Wurzeln, der Ursuppe, unserem Ursprung. Marie Losier wandelt in ihrem multidisziplinären Filmporträt Atomium Vertigo (15.000 Euro, Michel Balagué, Berlin) auf den Spuren des Musikers und Künstlers Felix Kubin und nutzt hierfür Zeichnungen, Stop-Motion, Archive, Tableaux Vivants und fiktive Szenen. Der etwa siebenminütige komplett in Schleswig-Holstein gedrehte Experimentalfilm I have nothing to offer (10.000 Euro) des norddeutschen Filmemacherteams Arne Bunk und Tanja Bächlein zeigt den Zuschauern hingegen eine schwitzige Nahaufnahme.

Insgesamt haben acht Projekte Produktionsförderung in Höhe von 320.000 Euro erhalten. Davon gingen 120.000 Euro an vier Projekte unter weiblicher Regie und 160.000 Euro an fünf Produktionen, deren Drehbücher von Frauen verfasst wurden.

Förderung im Bereich Projektentwicklung gab es für Die große Freiheit (40.000 Euro Tamtam Film, Hamburg) von HfbK-Absolventin Wendla Nölle. Die kammerspielartige Liebesgeschichte handelt von einem Ehepaar Anfang/Mitte 60, das sich mit der Krankheit der Ehefrau, der damit verbundenen Scham, aber ebenso mit enttäuschten Erwartungen und immer neu verschobenen Hoffnungen auseinandersetzen muss. Insgesamt 19.000 Euro gingen an Jochen Hicks Berlin Revisited (Galeria Alaska, Hamburg), der damit den Abschluss seiner Berlin-Trilogie realisiert. Für die Coming of Age-Geschichte GUSTAF (Mutter Film, Hamburg) von Regisseur Patrick Schuckmann gab es Drehbuchförderung in Höhe von 15.000 Euro.
Die Dokumentarfilme Bauhaus Spirit (15.000 Euro, Neue Visionen Filmverleih) von Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch sowie Die Legende vom hässlichen König (20.000 Euro, mîtosfilm) des Hamburger Regisseurs Hüseyin Tabak bekamen Verleihförderung. Außerdem gingen Fördermittel an drei Hamburger Kinos. Die detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte ist hier abrufbar.

Die Förderentscheidungen haben am Mittwoch, 17. Januar 2017 getroffen: Timo Großpietsch, Birgit Glombitza, Katrin Klamroth, Maria Köpf, Joachim Kühn und Arne Sommer.

 

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