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29.04.2018

Deutscher Filmpreis 2018Gold und Silber für den Film-Norden

Insgesamt neun LOLAS gingen am Freitagabend bei dem 68. Deutschen Filmpreis an FFHSH-geförderte Filme. Größter Abräumer der Preisverleihung war Emily Atefs "3 Tage in Quiberon" mit sieben Preisen, darunter die Auszeichnung für den besten Spielfilm in Gold und für Marie Bäumer als beste Hauptdarstellerin. Fatih Akins "Aus dem Nichts" konnte die silberne Trophäe mit nach Hause nehmen, außerdem gab es gemeinsam mit Filmemacher Hark Bohm den Preis für das beste Drehbuch. Bohm wurde zudem mit einer Ehren-LOLA für seine herausragenden Verdienste für den Deutschen Film ausgezeichnet.

Maria Köpf, Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Wow, was für ein Abend! Insgesamt 9 LOLAS gehen an Produktionen aus der Filmregion Hamburg Schleswig-Holstein – wir könnten kaum stolzer sein auf unseren Standort. Herzliche Glückwünsche an Fatih Akin, Nurhan Sekerci-Porst, Hark Bohm und das gesamte "Aus dem Nichts" Team, das nach Golden Globe und Oscar-Rennen seine Erfolgsgeschichte auf nationalem Paket fortsetzt. Unglaubliche sieben Preise gab es für "3 Tage in Quiberon", darunter den Preis für den besten Spielfilm in Gold. Das gesamte Filmteam um Regisseurin Emily Atef und Produzent Karsten Stöter hat mit seinem schwarz-weiß Kammerspiel ein kleines Meisterwerk geschaffen, das jeden einzelnen Preis mehr als verdient hat. Wer noch nicht im Kino war, um den Film zu sehen, sollte das schnellstens nachholen!"

Die Preise im Überblick:


3 Tage in Quiberon von Emily Atef: Bester Spielfilm Gold (Karsten Stöter, Rohfilm Factory), Beste Regie (Emily Atef), Marie Bäumer als Beste weibliche Hauptrolle, Birgit Minichmayr als Beste weibliche Nebenrolle, Robert Gwisdek als Beste männliche Nebenrolle, Beste Kamera/Bildgestaltung (Thomas W. Kiennast), Beste Filmmusik (Christoph M. Kaiser, Julian Maas).

Über den Film: Der Film von Regisseurin Emily Atef über ein berühmtes Stern-Interview mit Weltstar Romy Schneider lief im Wettbewerb der Berlinale 2018 und bekam insgesamt zehn Nominierungen beim Deutschen Filmpreis 2018. Einer der Hauptdrehorte des Dramas war neben den Originalspielplätzen in der Bretagne und in Hamburg die schleswig-holsteinische Ostseeinsel Fehmarn. Dort hat die Ausstatterin Silke Fischer das denkmalgeschützte "Haus des Gastes" für den Film in ein Hotel verwandelt. Die Filmmusik stammt vom Hamburger Komponisten-Duo Christoph M. Kaiser und Julian Maas.

Aus dem Nichts von Fatih Akin: Bester Spielfilm Silber (Nurhan Şekerci-Porst, Fatih Akin, Herman Weigel, bombero international), Bestes Drehbuch (Fatih Akin, Hark Bohm).

Über den Film: Fatih Akin konnte mit seinem NSU-Thriller in diesem Jahr bereits mehrere Preise nach Hamburg holen – darunter den Golden Globe und den Critics' Choice Award. Für ihre Rolle der jungen Mutter Katja, die ihren Mann und ihren Sohn bei einem Bombenanschlag verliert, wurde Diane Kruger in Cannes 2017 als beste Darstellerin ausgezeichnet.


Ehren-LOLA
Der Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Hark Bohm (Nordsee ist Mordsee) wurde beim Deutschen Filmpreis für seine herausragenden Verdienste für den Deutschen Film geehrt. Bohm führte unter anderem das Aufbaustudium "Film" an der Universität Hamburg ein (gehört heute zur Hamburg Media School), ist Mitbegründer des Hamburger Filmbüros und schrieb jüngst an den Drehbüchern zu Fatih Akins Tschick und Aus dem Nichts mit.


Über den Deutschen Filmpreis:
Der Deutsche Filmpreis, die LOLA, ist die höchst dotierte Auszeichnung für den Deutschen Film. Die LOLA wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, im Rahmen einer großen Gala verliehen, nachdem die rund 1800 Mitglieder der Deutschen Filmakademie aus allen künstlerischen Sparten der Filmbranche, über die Gewinner abgestimmt haben. Weitere Infos finden sie unter www.deutscher-filmpreis.de

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