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26.06.2018

Förderrunde Gremium 1Mord und Romantik von Hafen bis Kiez

Hamburg in den 20ern, Hamburg in den 70ern – und zwischendurch ein Meeresleuchten: Das Gremium 1 der FFHSH hat in der zweiten Sitzung des Jahres 18 Projekte mit insgesamt 3.225.000 Euro gefördert. Darunter sind Fatih Akins Romanverfilmung "Der goldene Handschuh" sowie der neue Film von "Körper und Seele"-Regisseurin Ildikó Enyedi, der die
Zuschauer mit ins Hamburger Hafenmilieu der 1920er nimmt.

Es wird blutig auf Hamburgs bekanntester Partymeile: Im Juli 2018 starten die Dreharbeiten zu Fatih Akins Der Goldene Handschuh (bombero international, Hamburg), der Produktionsförderung in Höhe von 750.000 Euro erhält. Der Film basiert auf Heinz Strunks Roman über den Frauenmörder Fritz Honka, der Mitte der 70er Jahre seine Opfer in der Kiez-Kneipe "Zum Goldenen Handschuh" kennenlernte.

Im Hamburger Hafenmilieu der 1920er Jahre spielt The Story of my Wife (450.000 Euro, Komplizen Film, Berlin) von der ungarischen Meisterregisseurin Ildikó Enyedi, die 2017 mit ihrem Film „Körper und Seele" für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert war. Ihr aktuelles Projekt nach dem gleichnamigen Roman von Milán Füst widmet sich der Liebesgeschichte um Kapitän Jakob Störr (Anders Baasmo Christiansen) , der sich auf eine Caféhaus-Wette hin mit der ersten Frau verheiratet, die den Raum betritt. Der Film ist eine Koproduktion der Länder Ungarn, Deutschland, Italien und Frankreich, die weibliche Hauptrolle spielt Léa Seydoux.

Die Tragikomödie Meeresleuchten (450.000 Euro, Fortune Cookie Film, Hamburg) von der Hamburger Regisseurin Ulrike Grote wird rund 20 Drehtage in Schleswig-Holstein haben – einen Großteil davon auf Helgoland. Worum geht's? Der 72-jährige Ruben überwindet mit Hilfe seines Enkels Pelle den Tod seiner Frau, befreit sich aus einer Phantasiewelt und kann am Ende der Realität und damit den Menschen, die er lange aus seinem Leben ausgeschlossen hatte, endlich wieder begegnen. Die Hauptrolle spielt Rutger Hauer, der 1982 mit dem Film "Blade Runner" berühmt wurde.

Der Animationshit "Die Häschenschule" aus dem Jahr 2017 bekommt einen Nachfolger: Im zweiten Teil Die Häschenschule – Der große Eierklau (450.000 Euro, Akkordfilm Produktion, Hamburg) von Regisseurin Ute von Münchow-Pohl will der gerissene Großstadthase Leo Ostern abschaffen und verbündet sich dazu mit den Füchsen. Die Jungosterhasen Max, Emmi und ihre Freunde setzen alles daran, Leo und die Füchse aufzuhalten.

Im Rahmen des Produktionsförderprogramms "Nordlichter" erhält #Bonnie&Bonnie (Riva Filmproduktion, Hamburg) von Hamburger Nachwuchsregisseur Ali Hakim und Autorin Maike Rasch Förderung in Höhe von 300.000 Euro. Der Film erzählt die heimliche Liebesbeziehung zwischen der im Hamburger Problemstadtteil Wilhelmsburg aufgewachsenen Palästinenserin Yara und der älteren, unerschrockenen Kiki.

Weitere Produktionsförderung gibt es für Willi und die Wunderkröte (280.000 Euro, filmtank, Hamburg). Ein abenteuerlicher Kinderfilm von Regisseur Dominik Wessely und den Autoren Kai Rönnau und Oliver Keidel vor dem Hintergrund eines real stattfindenden Dramas. Nach ihrem Berlinale Film "24 Wochen" widmet sich Regisseurin Anne Zohra Berrached mit ihrem aktuellen Projekt Die Frau des Piloten (225.000 Euro, Razor Film Produktion, Berlin) einer ungwöhnlichen Liebesgeschichte, die unter anderem auch in Hamburg spielt. Regisseurin Shahrbanoo Sadat hingegen arbeitet gerade an ihrem neuen Film The Orphanage (80.000 Euro Adomeit Film, Lübeck), der im Kabul der 90er spielen wird und der direkte Nachfolger zu ihrem Cannes-Film "Wolf and Sheep" ist – die Bollywood-Szenen werden übrigens in Hamburg gedreht. Insgesamt 40.000 Euro Produktionsförderung gibt es außerdem für das Spielfilmdebut Place de L'Europe (pong film, Berlin) des renommierten Dokumentarfilmregisseurs Philip Scheffner und der Autorin Merle Kröger.

Produktionsförderung haben insgesamt neun Projekte erhalten. Fünf davon laufen unter weiblicher Regie, sieben Drehbücher wurden von Frauen verfasst.

Drehbuchförderung in Höhe von 30.000 Euro erhält Grimme-Preisträger Daniel Nocke für sein neues Projekt Deine Flecken (Studio Film Bilder, Stuttgart). 25.000 Euro gehen an den Animationsfilm Angst (brave new work, Hamburg) von Teheran Tabu-Regisseur Ali Soozandeh sowie den Autoren Armin Hofmann, Frank Geiger und Rolf Giesen. Für Pits perfekter Plan (Bird&Bird Film, Hamburg) von Tobias Wiemann und Jytte-Merle Böhrnsen, der innerhalb der Initiative "Der besondere Kinderfilm" gefördert wird, werden ebenfalls 25.000 Euro bereitgestellt. The Princess (Das Kind mit der goldenen Jacke, Hamburg) von Sylvia Borges und Craig Behenna erhält 15.000 Euro Drehbuchförderung. 25.000 Euro Projektentwicklung gehen an Jeanne Dark (Kinescope Filmproduktion, Hamburg) von Odine Johne (Drehbuch) und Florian Eichinger (Regie, Drehbuch), 10.000 Euro Projektentwicklung gehen an Labyrinth (Cuckoo Clock Entertainment, Hamburg) von Drehbuchautorin Silja Clemens und Regisseur Stefan Ruzowitzky.

Verleih- und Vertriebsförderung erhalten aktuell 25 km/h (40.000 Euro, Sony Pictures Releasing, Berlin) von Markus Goller sowie Auf der Suche nach Ingmar Bergman (15.000, Weltkino Verleih, Feldafing) von Margarethe von Trotta und Kleine Helden (15.000 Euro, Little Dream Entertainment, Hamburg) von Anne-Dauphine Julliand.

Eine detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte ist hier abrufbar.

Die Förderentscheidungen haben am Mittwoch, 20. Juni 2018, getroffen: Steen Bille, Maria Köpf, Sophie Molitoris, Christian Granderath, Peter Preisser und Caroline von Senden. Das Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) ist zuständig für Projekte mit Herstellungskosten über 800.000 Euro.

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