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30.10.2018

Dok Leipzig 2018Inselkoller und Elementarteilchen

Zeit für Dokumentarfilme: Vom 29. Oktober bis 4. November findet die 61. Ausgabe des Dok Leipzig statt. Sieben von der FFHSH und Filmwerkstatt Kiel geförderte Filme werden in diesem Jahr zu sehen sein. Mit dabei sind unter anderem „Die Sinfonie der Ungewissheit" von Claudia Lehmann sowie „Der Esel hieß Geronimo" von Arjun Talwar und Bigna Tomschin.

Claudia Lehmanns Dokumentarfilm Die Sinfonie der Ungewissheit  (Tamtam Film, Hamburg) feiert beim Dok Leipzig 2018 im Deutschen Wettbewerb dieses Jahr seine Weltpremiere. Gemeinsam mit dem Komponisten Konrad Hempel fragt die Filmemacherin nach dem Sinn des Lebens in unserer komplexen Welt. Hilfe bekommen sie dabei von Prof. Gerhard Mack, einem Experten für Elementarteilchenphysik, der lange Zeit am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg tätig war. In sehr persönlichen Gesprächen mit der Hypnosetherapeutin Rosemarie Dypka und dem Filmemacher Hark Bohm, die in der zweigeteilten Rolle des gesunden Menschenverstands auftreten, agiert der Physiker als Übersetzer seiner Theorien. Eine weitere Weltpremiere gibt es mit dem schleswig-holsteinischen Film Der Esel hieß Geronimo (Lo-Fi Films, Schweiz) von Bigna Tomschin und Arjun Talwar. Im Zentrum der Geschichte steht die Große Ochseninsel in der Ostsee. Ein verträumtes Örtchen, in dem jedoch ein Großteil der Bevölkerung in den letzten Jahren einen Inselkoller bekommen hat – und die Insel verließ. Doch niemand hat den Ort und das, was dort vorgefallen ist, überwunden. Die Insel ist Gesprächsthema, nagende Leerstelle und pochende Wunde. Im Internationalen Programm stellt Regisseurin Bettina Borgfeld die Frage Was kostet die Welt (Filmtank, Hamburg) und besucht hierfür die Kanalinsel „Sark" westlich der Normandie – Europas letzter feudalistisch organisierter Fleck. Nachdem die 600 Insulaner über Jahrhunderte nach autonomen Regeln lebten, ist die kleine Insel in den letzten Jahren Schauplatz eines geradezu abstrusen Medien-, Finanz- und Eroberungskrieges geworden. Der Auslöser: Zwei milliardenschwere Brüder fingen damit an, die Insel Stück für Stück aufzukaufen. Die beiden Filmemacher Georgi Bogdanov und Boris Missirkov machen sich in Palace for the people (Filmtank, Hamburg) auf die Suche nach fünf Gebäuden aus der Zeit des Sozialismus: Massive Steinkörper, deren Fassaden und Innenleben, deren Raumbeschaffung und Einrichtung, deren Dekor und Funktionalität immer auf die Repräsentation politischer Systeme und Werte zielte. Darüber hinaus wird es eine Werkschau mit Filmen von Lutz Dammbeck geben, bei der unter dem Motto "Umrisse der Macht" die geförderten Filme Das Meisterspiel, Overgames und Das Netz. Unabomber, LSD & Internet gezeigt werden.

 

Foto: Die Sinfonie der Ungewissheit/Tamtam Film

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