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28.11.2019

Förderentscheidung Gremium 1Romanverfilmungen und verrückte Animationshits

In der letzten Sitzung des Jahres vergibt das Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein rund 2.7 Millionen Euro an 25 Projekte. Mit dabei sind der Animationsfilm "Stichkopf" sowie ein Drama von Sabrina Sarabi, hinter dem die "Systemsprenger"-Produzenten Weydemann Bros. stecken

Einen Ausflug in das Animationsgenre gibt es mit Stichkopf (550.000 Euro, GRINGO Films, Köln) von Steve Hudson und dem Hamburger Toby Genkel. In dem Familienfilm haucht ein verrückter Professor seinen Kreaturen in der Burg Grottenow Leben ein – und geht dann prompt zum nächsten Experiment über. Der einzige, der sich um die Burg und die vielen Monster kümmert, ist Stichkopf – das allererste Wesen, das der Professor erschuf. Rund die Hälfte der Animationsarbeit wird bei der Hamburger Firma Studio Rakete stattfinden.

Nach ihrem Debutfilm "Prélude", der im Sommer 2019 in den Kinos lief, macht die Regisseurin und Drehbuchautorin Sabrina Sarabi sich als nächstes an eine Romanverfilmung von Alina Herbing: Mit Niemand ist bei den Kälbern (400.000 Euro, Weydemann Bros., Hamburg) erzählt sie die Geschichte um die 24-jährige Christin, die in der ostdeutschen Provinz auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan lebt. Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre ist längst dahin und Christin will nur noch weg. Das Filmteam hat 18 Drehtage in Schleswig-Holstein geplant. Die Hamburger Produktionsfirma Weydemann Bros. kann sich aktuell mit "Systemsprenger" Hoffnungen auf eine Oscar-Nominierung machen.

Filmemacherin Ayşe Polat bekommt für Eine Woche in Diyarbakir (Mîtosfilm, Berlin) Produktionsförderung in Höhe von 300.000 Euro. Der Mysteryfilm erzählt vom Verschwinden eines deutschen Dokumentar-Filmemachers, eines türkischen Geheimagenten und einer kurdischen Übersetzerin in Diyarbakir im Südosten der Türkei. In My Beautiful Country (240.000 Euro, Cosmopol Film, Hamburg) stellt Filmemacher Ali Beigy in vier Episoden die Frage, inwieweit Menschen in einer autoritären Herrschaft für ihr Handeln selbst verantwortlich sind, ganz gleich, was sie anderen antun. Um zwei Kunstdiebe auf einem Kreuzfahrtschiff geht es in Das schwarze Quadrat (200.000 Euro, Frisbeefilms, Berlin) von Nachwuchsregisseur Peter Meister. Filmemacher Constantin Hatz stellt einen einsamen Jungen, der in einem sterbenden Dorf aufwächst, ins Zentrum seines Dramas März (200.000 Euro, Kinescope Filmproduktion, Hamburg). Auf eine Mischung aus Intrige und Action können sich die Kinobesucher bei Without Remorse (100.000 Euro, Neununddreißigste Babelsberg, Potsdam) von Regisseur Stefano Sollima freuen, der auf dem gleichnamigen Roman von Tom Clancy beruht. Das Musik-Phänomen Scooter versucht Produzentin und Regisseurin Cordula Kablitz-Post in ihrem Dokumentarfilm Hyper Hyper – H.P. Baxxter und Scooter (100.000 Euro, avanti media fiction, Berlin) zu erklären. In A House in Jerusalem (100.000 Euro, Red Balloon Film, Hamburg) von Alayan Muayad zieht ein Vater mit seiner Tochter nach dem Tod der Mutter von New York in das alte Familienhaus nach Jerusalem, wo das Mädchen den Geist eines anderen Mädchens trifft. Insgesamt haben neun Projekte Produktionsförderung in Höhe von 2.190.000 Euro bekommen. Davon gehen 800.000 Euro an drei Projekte unter weiblicher Regie.

Das Gremium hat weiterhin vier Projekte in der Projektentwicklung gefördert: die Tragikomödie Over & Out (36.800 Euro, Oma Inge Film, Hamburg) von Autorin und Regisseurin Julia Becker, den Kinderfilm Ponyherz – wild und frei! (35.000 Euro, Riva Filmproduktion, Hamburg) von Autor Peter Freund, den Dokumentarfilm Die Stärkeren (25.000 Euro, Fabian&Fred, Hamburg) von den Autoren Ulrich Limmer und Kurt Langbein (Regie Daniel Vogelmann) sowie die Serie The very near future (15.000 Euro, Tatami Films, Hamburg) von Sebastian Egert. Im Bereich Drehbuchförderung erhalten sechs Projekte Förderung: die Drama-Serie Trümmer (38.800 Euro, Dor Film-West, München) von Emily Reimer, das Drama Morenga (30.000 Euro, zero one film, Hamburg) von "Der Staat gegen Fritz Bauer"-Regisseur Lars Kraume, die Coming-of-Age-Serie When we were friends (30.000 Euro, Tamtam Film, Hamburg) von Nachwuchsautor Lennard Eberlein, die Türsteher-Serie Pumperin (25.000 Euro, Senator Film, Berlin) von Tarek Ehlail und Daniel Schwarz, Nana Meyers Santa Panda (25.000 Euro, Red Balloon Film, Hamburg) und A Way (20.000 Euro) von Autor David Aufdembrinke.

Im Bereich Verleih- und Vertrieb gibt es unter anderem Förderung für Lindenberg! Mach dein Ding (60.000 Euro, DCM Filmdistribution, Berlin) und Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen (60.000 Euro, Tobis Film, Berlin). Insgesamt werden hier sechs Projekte mit 242.000 Euro gefördert.

Die detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte der Gremium 1-Sitzung ist auf der Webseite der FFHSH abrufbar.

Die Förderentscheidungen haben am Mittwoch, 20. November 2019, die Gremiumsmitglieder Helge Albers, Steen Bille, Sophie Molitoris, Peter Preisser, Christian Granderath und Caroline von Senden getroffen.

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