26.02.2021

"Doch das Böse gibt es nicht"-Produzent im Berlinale-ProgrammBerlinale 2021

Farzad Pak bei Pressekonferenz.
Farzad Pak auf der Berlinale im letzten Jahr. Foto: Oliver Kern

Ein weiterer Hamburg-Film auf der Berlinale: Der Produzent und Neu-Hamburger Farzad Pak läuft mit dem Film "District Terminal" im "Encounters"-Wettbewerb. Pak hat zuvor "Doch das Böse gibt es nicht" produziert – mit dem Drama konnte Mohammad Rasoulof 2020 den Goldenen Bären gewinnen.

Mit der Neugründung seiner Produktionsfirma PakFilm konnte Farzad Pak den Film "District Terminal" von Hamburg aus mit Unterstützung der Filmförderung zu Ende produzieren. Die FFHSH hat die Fertigstellung des Films mit 35.000 Euro gefördert.

Farzad Pak, Produzent von PakFilm: "Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Firma PakFilm hier in Hamburg aufbauen kann. Die Kulturbehörde, Stiftungen und zahlreiche Hamburger*innen waren äußerst hilfsbereit und gastfreundlich. Das ist für meine Arbeit eine große Motivation. Hamburg bietet Filmschaffenden eine höchst professionelle Infrastruktur, was die Stadt zu einem starken Anziehungspunkt für Filmproduzent*innen und Produktionsfirmen aus der ganzen Welt macht."

Farzad Paks nächstes Projekt "I Was Home When I Got There" soll noch in diesem Jahr in Hamburg und im Iran gedreht werden. Die Regisseurin Mahnaz Mohammadi war bereits 2020 mit dem Drama "Sohn – Mutter" beim Filmfest Hamburg vertreten.

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: "Die erneute Berlinale-Einladung für Farzad Pak ist ein großer Erfolg! Die Filme, die er produziert, brauchen die große Leinwand und das internationale Publikum. Wir freuen uns sehr, dass Farzad Pak nun fest zur Hamburger Filmszene gehört. Unser Dank geht auch an Albert Wiederspiel von FILMFEST HAMBURG, der ihn jahrelang unterstützt hat."

Mehr zum Film:
Im Mittelpunkt des Films "District Terminal" steht Peyman, ein Dichter, der mit seiner Mutter in einer Hochhaussiedlung in Teheran lebt. Gefangen in seiner Drogensucht, Armut und einer verbotenen Liebesbeziehung, versucht er trotz Zensur, seine Wahnvorstellungen und zunehmende Einsamkeit zu überleben. Sein Weg zur Erlösung führt ihn durch eine imaginäre Welt, in der Umweltzerstörungen und ein andauernder Ausnahmezustand den heutigen Iran spiegeln. Der Film ist das Regiedebüt von Bardia Yadegari und Ehsan Mirhosseini, produziert von PakFilm. Den Weltvertrieb hat die in Paris ansässige MPM Premium übernommen.

Weitere geförderte Filme auf der Berlinale 2021:
Neben "District Terminal" haben es weitere fünf FFHSH-geförderte Filme sowie eine Hamburg-Produktion ins Programm der Berlinale geschafft: Tim Fehlbaums Science Fiction-Drama "Tides" feiert seine Weltpremiere als Berlinale Special, Maria Schrades "Ich bin dein Mensch" wird im Wettbewerb zu sehen sein. Eine antifaschistische Vampirkomödie erwartet die Zuschauer*innen zudem mit Julian Radlmaiers "Blutsauger". Im Panorama laufen gleich drei geförderte Produktionen: Monika Treuts "Genderation", das Drama "Der menschliche Faktor" von Ronny Trocker sowie "Die Welt wird eine andere sein (Copilot)" von Anne Zohra Berrached.

Bildmaterial:
Portraitfotos von Farzad Pak und ein Filmstill von "District Terminal" können Sie für Ihre Berichterstattung kostenfrei unter Angabe der Credits verwenden. Hier geht es zum Download.