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26.06.2019

Förderrunde G1Von Bilderbuch-Kühen und schrulligen Hexenmeistern

"Salmei, Dalmei, Adomei!" Das Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein hat in seiner Sommer-Sitzung rund 3,3 Millionen Euro an 30 Projekte vergeben, darunter die Neuverfilmung des britischen TV-Zauberers "Catweazle" – gespielt von Otto Waalkes.

Die Bilderbuchkuh Lieselotte kommt auf die große Leinwand: In Lieselotte – Der Film (400.000 Euro, WunderWerk, Hamburg) gerät das idyllische Landleben gehörig durcheinander, als Lieselottes liebevolle Landwirtin entführt wird. Regie führen Cherifa Bakhti, Dieter Riepenhausen und Karsten Killerich, das Drehbuch stammt von Claudia Kaiser, Lisa Clodt und Martin Lickleder. Der Animationsfilm, der auf den Kinderbüchern von Alexander Steffensmeier basiert, wurde bereits im Rahmen der Deutsch-Dänischen Co-Production Development Initiative unterstützt.

Der schrullige Hexenmeister Catweazle ist zurück und hat sich in Sven Unterwalds gleichnamigem Film versehentlich in die Jetzt-Zeit gezaubert (300.000 Euro, Tobis Filmproduktion, Berlin). In der Neuverfilmung des britischen Fernsehklassikers – geschrieben von Bernd Eilert und Claudius Pläging – schlüpft der norddeutsche Komiker Otto Waalkes in die Rolle des alten Druiden. Das Team wird im Herbst knapp zwei Wochen lang in Hamburg und Schleswig-Holstein drehen.

Der Hamburger Regisseur Kilian Riedhof erzählt in seinem Drama Meinen Hass bekommt ihr nicht (300.000 Euro, Komplizen Film, Berlin) die wahre Geschichte von Antoine Leiris, der beim Terroranschlag auf das Pariser "Bataclan" seine geliebte Ehefrau Hélène verliert. In einem bewegenden Facebook-Post stellt er dem Hass der Attentäter die Liebe zu seinem knapp drei Jahre alten Sohn entgegen. Und doch droht er in seiner Trauer den Halt zu verlieren. Das Drehbuch stammt vom norddeutschen Autorenteam Jan Braren, Marc Blöbaum und Kilian Riedhoff und der Französin Stéphanie Kalfon.

In Zorro vom Nachwuchsregisseur Ronny Trocker (300.000 Euro, Zischlermann Filmproduktion, Lübeck) übernimmt das wohlsituierte Paar Nina und Jan die Beratung einer politischen Wahlkampagne. Allerdings führt Ninas oppositionelle Haltung zum Zerwürfnis mit ihrem Mann. Um wenigstens die Ehe der beiden zu retten, verbringen sie ein Wochenende an der belgischen Küste – und werden nach Ankunft Opfer eines mysteriösen Überfalls. Das "Zorro"-Team wird 12 Tage in Hamburg drehen.

Insgesamt erhalten zwölf Projekte Produktionsförderung mit einer Gesamtsumme von 2,61 Millionen Euro. Davon gehen 1,2 Millionen Euro an vier Projekte unter weiblicher Regie: Neben "Lieselotte – Der Film" zählen dazu das Drama Die große Freiheit der Hamburger Nachwuchsregisseurin Wendla Nölle und Autorin Greta Lorez (300.000 Euro, Tamtam Film, Hamburg), die Animationsserie Minus Drei von Sandra Schießl (250.000 Euro, TRIKK 17, Hamburg, Buch: Andreas Völlinger und Armin Prediger) sowie der Kinderfilm Lauras Stern von Regisseurin Joya Thome und Autorin Claudia Seibl (250.000 Euro, Westside Filmproduktion, Krefeld).

Projektentwicklung erhalten zwei Filme, dazu zählt Eine Woche in Diyarbakir von Ayse Polat (50.000 Euro, Mîtosfilm, Berlin). Sieben Drehbücher wurden mit einer Gesamthöhe von 214.000 Euro gefördert, darunter Spaziergang nach Syrakus von Heide Schwochow und Regisseur Lars Jessen (40.000 Euro, Bird & Bird Film, Hamburg) und der Besondere Kinderfilm Lasse, Lovis und das Leben von Autorin Maike Rasch und Regisseur Friedemann Fromm (25.000 Euro, Wunderwerk, Hamburg). Zudem gehen 415.000 Euro Verleihförderung an neun Projekte, wie zum Beispiel Christian Schwochows Romanverfilmung Deutschstunde (70.000 Euro, Wild Bunch Germany, Berlin) und der Animationsfilm Bayala (75.000 Euro, Universum Film, München).

Eine detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte ist hier abrufbar.

Die Förderentscheidungen haben am Mittwoch, 12. Juni 2019,
Steen Bille, Christian Granderath, Sophie Molitoris, Peter Preisser, Caroline von Senden und Helge Albers getroffen.

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